Barcamp Köln 3 – Das Familientreffen

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Nach der verregneten Rückfahrt und mittlerweile trockenen Haaren kann ich endlich vom Familientreffen in Köln berichten. Die Netzfamilie hatte sich am vergangenen Wochenende nämlich zum Barcamp Cologne 3 im Headquarter der QSC AG versammelt.

Familiär deshalb, weil die Organisation unter dem Titel: “back to the roots barcamp-style” stand. Die sonst obligatorischen Lanyards waren beispielsweise dieses Mal nicht zu finden. Stattdessen standen am Loginschalter Mr. Ducktape und Mrs. Edding bereit. Die im Zusammenspiel so manchen Teilnehmer zu kreativen Höhenflügen bei der Gestaltung ihres Namenschilds animierten. Im Gegensatz zu Namenschildern auf diversen anderen Barcamps hat hier der Teilnehmer die Freiheit wieder, die das offene Format des Barcamps mit sich bringt: “Einen Raum für kreativen Austausch schaffen.” Die Gestaltung des eigenen Klebestreifens ist meiner Meinung nach ein Ausdruck dafür.

Eine “familiäre Atmosphäre” lässt sich auch nur schaffen, wenn die Teilnehmeranzahl beschränkt wird. Meiner Meinung nach sind 250 Teilnehmer ein guter Wert. Vielleicht sogar ein Richtwert für zukünftige Barcamps?

Das Themenspektrum der besuchten Sessions war sehr vielfältig. Vom “fünftgrößten Bild der Welt” (Nur am Rande I: Viel Erfolg an @asphar für den Weltrekordversuch) über “Icon Design mit der Tango-Library” bis hin zu den üblichen Zeitmanagement-Sessions war für meinen Geschmack genug “Stoff” zum Nachdenken und Fachsimpeln vertreten. Zur Veranschaulichung des Potentials eines Barcamps für Startups dient meiner Meinung nach die Session über putpat.tv (Nur am Rande II: Vielen Dank für die Einladung @bodum) einer neuen “Online-Musikfernsehen-Community”. Hier konnte man sehen, wie schnell unmittelbares Feedback generiert werden kann. Das Startup stellt ein Produkt, welches sich im Moment noch in einer geschlossen Testphase befindet, vor und hat zugleich die Möglichkeit Reaktionen und neue Ideen einzufangen. Noch enger kann ein Unternehmen nicht mit potentiellen “Kunden” zusammenarbeiten. Vorausgesetzt das Unternehmen ist offen und bietet den Wissensaustausch an und lädt die Teilnehmer somit zu Fragen ein, sodass sich diese nicht im nachhinein mit Heizdecken im Regen stehen gelassen fühlen. Dieser Wissensaustausch und der Blick hinter die Kulissen hat aber im Falle von putpat.tv prima funktioniert.

Ein weiterer Aspekt, den ich an dieser Stelle herausheben möchte, bezieht sich auf das Thema Barrierefreiheit/Barrierearmut. Ich kann es nur begrüßen, dass die Nachfrage nach Sessions über Barrierfreiheit immer größer wird und es einfach wichtig ist Menschen dafür zu sensibilisieren, dass der Zugang ob nun zu Informationen oder öffentlichen Plätzen sichergestellt werden muss. Mir hat diese Session in vielen Bereichen die Augen geöffnet und ich werde bestimmte Aspekte in zukünftige Projekte verstärkt einfließen lassen. Eine Frage, die mir seit Köln allerdings nicht mehr aus dem Kopf geht bezieht sich auf das Internet im Allgemeinen: “Ist das Internet im Bezug auf die Zugangsmöglichkeiten eigentlich ein verfassungskonformes Medium?” denn laut Artikel 3 GG.:

„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“

Solange es keine barrierearmen Services gibt nicht, oder? Kann man das so sehen?

Die Organisatoren und die QSC AG haben in diesem Fall gute Arbeit geleistet und soweit ich weiß sogar im Vorfeld des Barcamps noch barrierearme Toiletten eingerichtet. Klasse!

Alles in allem kann ich mich an dieser Stelle nur nochmals ausdrücklich für dieses inspirierende Wochenende bei allen Beteiligten bedanken und freue mich bereits auf das Barcamp Cologne 4.

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